Geschichte der OG Rebstein

Die Ortsgemeinde Rebstein hat sich vor etwas über 500 Jahren von Marbach abgetrennt und wurde selbstständig. Damit ist sie die älteste Kooperation von Rebstein. Rebstein hat ca. 1000 Ortsbürgerinnen und Ortsbürger (wobei 850 Stimmberechtigt sind) bei einer Einwohnerzahl von etwas über 4400 also ca. 22%.

 

Rechtsordnung

Die Ortsgemeinde Rebstein ist eine öffentlich rechtliche Kooperation, welche sich ohne Steuereinnahmen nur über Rendite des vorhandenen Vermögens finanziert. Durch die profitable Bewirtschaftung ist es möglich mehr als 2% des Vermögens wieder für die Öffentlichkeitsarbeit einzusetzen.

 

Aufgaben der Ortsgemeinde

Die Ortsgemeinde Rebstein unterstützt sehr viele Dorfvereine, welche sich speziell in der Jugendförderung einsetzen. Weiter werden auch kulturelle und naturnahe Projekte durch die Ortsgemeinde Rebstein unterstützt wie z.B. Naturschutzgebiet, Storchenhorst, kulturelle Anlässe usw.

 

Die Ortsgemeinde verwaltet rund 150 Hektaren Agrarland im Rebsteiner Riet, welches zum grössten Teil von 7 Landwirten bewirtschaftet wird. Es wird Ackerbau und Milchwirtschaft betrieben.

 

Rund 5 Hektaren Ackerland verpachtet die Ortsgemeinde Rebstein an Kleinpflanzer (Schrebergärten), welche sie in Parzellen in der Grössenordnung von 10 Aren bewirtschaften.

 

Ebenfalls im Besitze der Ortsgemeinde Rebstein sind knapp 100 Hektaren Wald. Das Interessante am Rebsteiner Wald ist, dass über 85 Hektaren ausserhalb des Kantonsgebietes von St. Gallen liegen, davon 78 Hektaren auf Gebiet Appenzell Ausserrhoden in der Gemeinde Reute und 7 Hektaren auf Gebiet Appenzell Innerrhoden in der Gemeinde Oberegg.

 

Die Ortsgemeinde Rebstein kann von diesen 100 Hektaren Waldfläche pro Jahr einen Hiebsatz von 723 m3 Festmetern nutzen. Der Wald wird durch die Rheintal Forst AG bewirtschaftet.

 

Die Ortsgemeinde Rebstein engagiert sich auch in der Natur. So hat sie vor vielen Jahren im Riet ein Gebiet von rund 4 Hektaren als Naturschutzgebiet ausgeschieden. In den Jahren 1995 und 1996 wurde dieses Gebiet aufgewertet, mit dem Ziel, der Förderung von wassergebundenen Tier- und Pflanzenarten. Nebst diesem Gebiet ausserhalb des Riethofes hat die Ortsgemeinde Rebstein im Fall (bei der Waldrue unterhalb des St. Anton‘s) ein Gebiet von rund 3,5 Hektaren als „Urwald“ ausgeschieden. Dieses Waldgebiet wird sich selbst überlassen und es werden keinerlei Eingriffe durch den Forstdienst vorgenommen.

 

Seit 1982 unterhält die Ortsgemeinde Rebstein die ortsgeschichtliche Sammlung im Spritzenhaus. Im ehemaligen Feuerwehrdepot werden Handwerksgegenstände und Maschinen ausgestellt, welche typisch für Rebstein sind. Auf der einen Seite sind Gegenstände und Handwerkerberufen wie Landwirt, Schmid oder Sattler ausgestellt. Auf der anderen Seite sind aber auch die Produkte von ehemals grossen Rebsteiner Arbeitgebern, wie der Firma Jacob Rohner AG (Stickerei) und der Firma Wild Heerbrugg AG (Vermessungsgeräte, heute Leica) ausgestellt. Um die Attraktivität der Sammlung zu erhöhen werden an den Ausstellungen (2x im Jahr) jeweils Aktivitäten / Hobbys von Rebsteiner Einwohner gezeigt.

 

1992 hat die Ortsgemeinde Rebstein ein Mehrfamilienhaus mit 12 2 ½-Zimmer-Alterswohnungen und einer 4 ½-Zimmer-Abwartswohnung erstellt. Im Jahr 2008/09 konnten zwei weitere Wohnblocks mit je 10 Wohnungen in unmittelbarer Nähe zu den bestehenden Wohnungen erstellt werden. Diese Wohnungen sind sehr begehrt, da sich die Wohnanlage in einer ruhigen Zone befindet und trotzdem die Wege ins Dorf sehr kurz sind.

 

Tradition bei der Ortsgemeinde Rebstein hat die jährliche Begehung in Wald- und Rietgebieten, an welcher versucht wird die öffentlichen Leistungen der Ortsgemeinden zu vermarkten oder warm zu halten.

 

Der Ortsverwaltungsrat besucht jedes Jahr die Ortsbevölkerung ab 70 Jahren von Rebstein. Er bringt ihnen eine kleine Aufmerksamkeit vorbei. Viel wichtiger aber sind die vielen guten Gedanken welche in intensiven Diskussionen ausgetauscht werden können.

 

Damit diese Leistungen weiterhin der breiten Bevölkerung zu gute kommen können, ist es wichtig, dass die Ortsgemeinden sich gut vernetzen und eine breite Unterstützung in der Bevölkerung kriegen.